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#4 DMSt Bundesliga - Die Alb brennt

Wenn Wind, Luftmasse und Orographie sich ergänzen, kann's ganz schön schnell werden - so geschehen am vergangenen Samstag. Auf einer Linie Südschwarzwald - Regensburg herrschte Hochbetrieb, wie auf der Karte der Flugspuren gut zu erkennen.

Flugspuren vom Samstag

Der Sieg ging diesmal an den LSR Aalen durch die Piloten Markus Frank, Steffen Schwarzer, Bernd Schmid und Roland Rittner. Markus lieferte dabei den schnellsten Flug des Tages ab. In der Sprintwertung gelang es ihm, seine EB29R auf einem 380km langen Rückenwindschenkel auf 191km/h zu beschleunigen!

Die Plätze zwei und drei in der Sprintwertung belegten Sören Nölke und Nils Deimel, die mit ihren 15m Discen von Münsingen aus unterwegs waren. Ihre 161km/h wundern nicht, haben die beiden doch bei einigen DMs ihre Speedfähigkeiten schon unter Beweis gestellt. Nils verpasste dazu denkbar knapp mit 993km die 1000km Marke.

Den punkthöchsten Flug des Tages legte Tobias Welsch mit Co Tore Graeber zurück. Mit ihrem Arcus, ebenfalls in Münsingen gestartet, flogen sie zuerst an die Wettergrenze im Osten und danach bis weit nach Südwesten in den Schweizer Jura. Der Sprung vom Schwarzwald in den Jura und später dann zurück war, wie Tobias berichtet, nicht ganz trivial. Der starke Wind, Überentwicklungen und die Luftraumproblematik zwangen zur Vorsicht und bremsten ein wenig ein. Trotzdem waren es am Ende 1027km freie Strecke und 157km/h in der Sprintwertung.

Den zweiten Tausender des Tages lieferte Christian Mäx mit seiner 33 ab. Vom Feuerstein aus steckte er seine Nase erst mal ins Rheintal, um dann von der SO Ecke der Nürnberger Kontrollzone aus die Alb zu besuchen. Auffällig für den Tag: Es waren nicht besonders gute Steigwerte, die die Flüge schnell machten, sondern die geringen Kurbelanteile, die durch lange Geradeausanteile verwirklicht werden konnten.

In der Gesamtwertung konnte Rinteln dank Hangunterstützung und eines Ausflugs von Frerk Frommholz nach Münsingen seinen Spitzenplatz behaupten. Auch die Sachsen aus Pirna verteidigten mit guten Leistungen ihren zweiten Platz.
Um 8 Plätze verbesserten sich die Donauwörther mit Rundenplatz 3 auf den 3. Gesamtrang.

Schmale Wetterkorridore am Sonntag


Der Sonntag verteilte das Wetter dann etwas besser über das Land, aber offensichtlich gelang es nur Tilo Holighaus (Ventus 3) mit einem 940km Ausflug zum Genfer See, den Punktestand vom Vortag für seine Fliegergruppe Wolf Hirth zu erhöhen.

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